Alf Mahlo über Moral, Geldgier, Neid, Sex und Szenen einer Ehe
"Der Menschenfreund" ist eine geballte Ladung Heiterkeit - gewürzt mit ein wenig Sarkasmus.
Alf Mahlo ein Vielseitiger. Der schauspielernde Kabarettist zählt nicht zu jener Kategorie von Alleinunterhaltern,
die ihr gesamtes Programm auf der Bühne absolvieren.
Er beherrscht wie kaum ein Zweiter die Interaktionen mit dem Publikum.
Mahlo einer, der mehr will,
... mit Authentizität und Anspruch gewinnt,und das kann so nur passieren, wenn das Erlebnis ein gemeinsames
wird.
Kann man der Menschheit ein guter Freund sein und ihr gleichzeitig in den Hintern treten?
Alf Mahlo zielt auf die Moral und was davon übrig geblieben ist.
Nur, was ist Moral?
Der Entertainer eröffnet den Abend: Ein speckiger Ledermantel, ein abgegriffener Hut, ein Zigarettenstummel im Mund - ein Penner, wie er im Buche steht. "Ist das hier der Kurs für Menschen ohne Elan?", fragt Alf Mahlo in die Runde. "Ich glaube schon, dass ich hier richtig bin.
Bei Suizidgefahr, Neurosen und halbherziger Freude am Alkohol, bei Geiz und Gier könne nur einer helfen: „Gott“. Aber auch er - Mahlo der Penner.
Von welcher Krankheit sind die erfolglosen Menschen befallen?
Neid, Eifersucht, Lüge, Missgunst, Geiz.
Soll das dass Ergebnis von Millionen Jahren Auslese sein?
Schauspielernd, singend und mit erfrischendem schwarzen Humor verkörpert Mahlo die Menschenspezies, tappt in der Dunkelheit der menschlichen Seele, und zieht dabei ungeniert alle Register seiner Kunst, des Entertainers und Komödianten. "Der Menschenfreund" ein Abend, der an die Nieren geht und im Herzen landet.